Die frühen Jahre

Die erste Präsidentschaftswahl des FC Valencia wurde durch einen Münzwurf entschieden. Der glückliche Sieger war Octavio Augusto Milego Diaz, der sich gegen Gonzalo Medina Pernas durchsetzte. Diese beiden waren also ein Teil der Gründerväter des Vereins, die am 18. März 1919 den Klub gründeten. Das erste Spiel der Mannschaft wurde auswärts gegen Valencia Gimnástico mit 0:1 verloren.

Bevor man im Mestalla-Stadion spielte, wurden Heimspiele auf dem Algirós-Platz ausgetragen. Das erste Stadion „Mestalla“ wurde 1923 eingeweiht. Die damaligen Kosten betrugen 316.439 Peseten (heute ca. 1.900 Euro) und das Stadion hatte eine Kapazität von 17.000 Plätzen. Das Einweihungsspiel wurde gegen Castellón Castalia augetragen und mit einem Unentschieden (0:0) beendet. Am Tag darauf gewann die Mannschaft aus Valencia gegen denselben Gegner mit 1:0. Noch vor dem Start der Saison 1923/24, wurde der tschechische Trainer Anton Fivber engagiert, der damit der erste offizielle Trainer des FC Valencia wurde. 1923 gewann man die regionale Meisterschaft und war somit erstmals berechtigt am Copa del Rey teilzunehmen.

Ende der 1920er-Jahre wurde die erste und zweite Liga von Spanien (Primera División und Segunda División) gegründet. Die Ligen bestanden jeweils aus 10 Teams. Nach 3 Jahren in der zweiten Liga schaffte Valencia in der Saison 1930/31 den Sprung in die Primera División.

Erfolge nach dem Bürgerkrieg

In den nächsten Jahren etablierte sich das Team in der ersten Liga. Nachdem der Spanische Bürgerkrieg den Club zurückwarf und den Wiederaufbau des nun 22.000 Plätze fassenden Stadions erforderte, waren die 1940er-Jahre ein wahrer Segen für den Club: Der erste Pokalsieg 1941, sowie der erste Gewinn der Meisterschaft in der Saison 1941/42. Es wurde auch ein Torrekord von 85 Toren in 26 Spielen aufgestellt. Die Erfolge setzten sich fort mit Meistertiteln in den Jahren 1943/44 und 1946/47, sowie vier Finalteilnahmen und einem Sieg im spanischen Pokal (Copa del Rey) in den Jahren 1944, 1945, 1946 und 1949.

Die 50er-Jahre

In den 1950er-Jahren wurde das Stadion Mestalla noch einmal vergrößert, was eine Investition von fast einer Million Peseten bedeutete. Mit 45.000 Plätzen wurde Mestalla zu einem der schönsten Stadien Spaniens. Die 50er waren eine Ära voller interessanter Entwicklungen, an den Erfolg der 40er-Jahre konnte man jedoch nicht anschließen. Viele bekannte Spieler, wie Antonio Puchades, Jacinto Quincoces, Servaas Wilkes oder Sócrates, waren damals Teil einer großen Mannschaft. In der Saison erreichte man in der Meisterschaft den Vizemeistertitel und in der darauffolgenden Saison gewann Valencia den Generalísimo Cup.

1960er, 1970er, Europäischer Erfolg

Während die Leistungen in den frühen 60ern in der Liga eher unkonstant waren, machte der Verein 1961 erstmals international auf sich aufmerksam. Mit einem Sieg gegen den FC Barcelona im Finale des Messestädtecups holte sich die Mannschaft den ersten internationalen Titel. In der nächsten Saison gelang dieses Kunststück erneut, diesmal setzte man sich gegen Dinamo Zagreb in zwei Spielen durch. In der Saison 1963/64 stand Valencia erneut im Finale des Messestädtecups, damals verlor man jedoch gegen Real Saragossa mit 1:2.

Alfredo di Stefano unterschrieb 1970 als Trainer beim FC Valencia und konnte seine Mannschaft sogleich zum vierten Meisterschaftserfolg führen. So wurde dem Verein auch der Weg zum Europapokal der Landesmeister geebnet, wo man jedoch in der 3. Runde gegen Újpest Dózsa ausschied. Bekannte Spieler in den 70er-Jahren waren unter anderem der Österreicher Kurt Jara, der Holländer Johnny Rep und Mario Kempes, der zweifache Torschützenkönig der spanischen Liga (1976-1978).Außerdem spielte Rainer Bonhof von 1978 bis 1980 für den Verein, mit ihm gewann man 1979 den Copa del rey und im Jahr darauf den Europapokal der Pokalsieger.

Die erfolglosen 90er-Jahre

Nachdem Valencia 1985/86 zwischenzeitlich wegen interner und finanzieller Probleme in die Segunda División (2. Spielklasse) absteigen musste, übernahm 1987 Arturo Tuzón das Amt des Präsidenten. Zusammen mit Trainer Alfredo di Stéfano gelang der Wiederaufstieg in die Primera División. Die Saison 1987–88 beendete Valencia auf dem 14. Rang. 1989 wurde u.a. der bulgarische Stürmer Ljuboslaw Penew verpflichtet, der sich sofort einfügte und in seiner Laufbahn viele wichtige Tore für den Klub schoss. In der Saison 1991/92 nahm Valencia Erfolgstrainer Guus Hiddink unter Vertrag. Unter seiner Führung erreichte der Verein Platz 4 in der Meisterschaft und das Viertelfinale im nationalen Cup, der Copa del Rey. In der Saison 1993/94 wurde mit Predrag Mijatović ein weiterer gefährlicher Stürmer verpflichtet. Der Auftritt im UEFA-Pokal endete aber mit einem Fiasko. Nachdem das Hinspiel gegen den Karlsruher SC 3:1 gewonnen wurde, verlor Valencia unter der Führung von Guus Hiddink das Rückspiel im Wildparkstadion gegen den KSC mit 0:7. 1994 wurde Carlos Alberto Parreira (1994 Weltmeister mit Brasilien) als Cheftrainer verpflichtet. Dazu kamen noch Torhüter Andoni Zubizarreta und der russische Stürmer Oleg Salenko. Der sportliche Erfolg hielt sich in Grenzen.

Die letzten Jahre: Meistertitel und zweimal Champions League-Finale

Erst in der Saison 1998/99 konnte Valencia den Sieg der Copa del Rey feiern. Nach einer langen Durststrecke war es die erste Trophäe nach über 50 Jahren. Es folgten die erfolgreichen internationalen Auftritte unter dem Cheftrainer Raul Hector Cuper. In der Saison 1999/2000 stand der FC Valencia im Finale der UEFA Champions League, welches gegen Real Madrid 3:0 verloren ging. Im der darauffolgenden Saison 2000/2001 erreichte der Klub erneut das Finale der UEFA Champions League, welches allerdings im Elfmeterschießen gegen den FC Bayern München mit 3:4 verloren wurde. 2003/04 war wohl die erfolgreichste Saison. Der Verein holte sich die spanische Meisterschaft. Durch ein 2:0 Sieg im Finale gegen Olympique Marseille ging auch der UEFA-Pokal an die Spanier. Dazu verbuchte man die dritte Trophäe, den Supercup mit einem 2:1 über den Champions League Sieger, FC Porto.

In der Saison 2004/05 reichte es unter dem Trainer Claudio Ranieri, unter anderem wegen 16 Unentschieden in 38 Spielen nur zum siebten Rang in der Meisterschaft, was für den Verein eine sehr große Enttäuschung war, da man sich nach den erfolgreichen vorhergegangenen Jahren deutlich mehr erhofft hatte. Die Qualifikation für den UEFA-Cup durch den UI-Cup misslang in zwei Finalspielen gegen den Hamburger SV.

In der Saison 2005/06 konnte Valencia den dritten Platz (hinter FC Barcelona und Real Madrid) in der spanischen Meisterschaft erreichen und stieg somit in die dritten Qualifikationsrunde für die UEFA Champions League 2006/2007 ein.

Mit einem klaren Heimsieg (3:0) gegen Red Bull Salzburg und einem Gesamtergebnis von 3:1 qualifizierte sich Valencia zum fünften Mal für die Gruppenphase der UEFA Champions League. Vereinsintern kamen kurzfristig Unruhen innerhalb des Führungsstabes auf. Der ehemalige Spieler und aktuelle Sportdirektor Amedeo Carboni äußerte öffentlich seinen Unmut gegen Trainer Quique Flores und dessen Transferpolitik. Leistungsträger wie Francisco Rufete, Pablo Aimar und Mista wurden aus unklaren Gründen kostengünstig abgegeben. Äquivalenter Ersatz wurde erst durch die Verpflichtungen von Fernando Morientes und Joaquín von Betis Sevilla kurz vor Saisonbeginn geschaffen. Damit wurden drei der hoffnungsvollsten Offensivtalente Spaniens in Valencia vereint (neben Joaquín auch die spanischen Nationalspieler David Villa und Vicente). Diese Unruhen und auch großes Verletzungspech, wie die schmerzlichen Ausfälle der bewährten Kräfte Ruben Baraja und David Albelda, sowie des Neuzugangs Asier Del Horno belegen, konnten Valencia nicht von einem gelungenen Saisonstart abhalten. Sowohl in der Primera Division als auch in der UEFA Champions Leauge startete Valencia mit dem Punktemaximum

 
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